Nachhaltige Holzarchitektur in der Bodenseeregion, Vorarlberg & Schweiz

Diese Arbeiten entstehen aus konkreten Projekten. Einige wurden gebaut, andere blieben auf dem Papier. Sie sind an reale Orte mit spezifischen Rahmenbedingungen gebunden und Teil eines gemeinsamen Denkprozesses, der sich im Laufe der Zeit entwickelt und verfeinert.

Jedes Projekt beginnt mit einem definierten Kontext, einem Ort, einem Raumprogramm und lokalen baurechtlichen Vorgaben. Das Interesse liegt jedoch nicht ausschließlich darin, auf diese Bedingungen zu reagieren, sondern darin zu verstehen, wie sie den Prozess beeinflussen. In meiner Praxis entfaltet sich dieser Prozess vor allem im Bereich des Holzbaus, wo die konstruktive Logik des Materials dazu zwingt, bereits in frühen Phasen klare, präzise und konsistente Entscheidungen zu treffen.

Durch Modelle, Studien und Variationen werden Entscheidungen schrittweise geschärft, mit dem Ziel, das Projekt auf das Wesentliche zu reduzieren, ohne dabei an Komplexität zu verlieren. Abstraktion erscheint hier als Arbeitswerkzeug und nicht als Negation der Realität. Sie ermöglicht Distanz, macht Beziehungen zwischen den Elementen sichtbar und erlaubt es, das Projekt als System zu verstehen.

Diese Architektur entsteht aus Elementen wie Wänden, Decken, Trägern, Stützen und Treppen, die vorgeprägte Nutzungen und Bedeutungen mit sich tragen. Werden sie innerhalb eines anderen Systems untersucht, verschoben oder neu interpretiert, verändern sich diese Erwartungen. Das Ergebnis will nicht außergewöhnlich sein, sondern präzise, zurückhaltend und konsistent mit den Regeln, aus denen es hervorgegangen ist.

Geografisch verorten wir uns im Umfeld des Bodensees und Vorarlbergs, Kontexte, in denen Landschaft, die Tradition des Holzbaus, technische Kultur sowie die Nähe zwischen Planung und Ausführung die Art des Entwerfens unmittelbar prägen. Viele dieser Arbeiten fungieren als Aufzeichnungen von Ideen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, nicht als abgeschlossene Antworten, sondern als Zwischenzustände innerhalb einer Denklinie, die sich mit jedem neuen Projekt weiterentwickelt.